Nach dem ich nun vier Tage Zeit hatte, das Archos 101 Internet Tablet intensiv zu testen, hier nun mein persönlicher Testbericht zu dem Gerät.
Da es bereits genug Unboxing (Auspack-) Videos zum Archos 101 gibt, brauche ich dazu eigentlich nicht mehr viel schreiben. Was für einige vielleicht interessant sein könnte, folgender Sachen hatte ich in meinem Karton:
- Archos 101 Internet Tablet
- USB-Kabel
- Stromkabel mit drei unterschiedlichen Adaptern für div. Steckdosen
- Handbuch
Das Gerät war in einer weißen Plastikhülle eingepackt und auf dem Display befand sich eine durchsichtige Schutzfolie. Wie man in einigen Foren lesen kann, gibt es sowohl bei der Verpackung, als auch bei der Beschriftung des Gerätes einige Unterschiede.
Sehr interessant zu lesen, dass direkt auf dem Gerät unterschiedliche Typenbezeichnungen am unteren Rahmen des Gerätes zu finden sind. Auf meinem Gerät stand beispielsweise “Archos 101 Internet Table” anstatt “Archos 101 Internet Tablet”. Ob das nun ein Schreibfehler ist, kann ich leider nicht genau sagen, vielleicht ist es von Archos aber auch gewollt.
Technische Details
Die wichtigsten Eckdaten habe ich hier mal aufgelistet:
- Abmessung und Gewicht: 27 x 15 x 1,2 cm, 480g
- Speicher: 8 GB oder 16 GB (erweiterbar durch Micro SD Slot)
- Bildschirm: Kapazitiver Multi-Touchscreen, 1024×600 Pixel (WXVGA), 10.1” TFT LCD
- Prozessor: ARM Cortex A8 at 1 GHz with DSP
- Webcam: VGA-Kamera vorhanden
- Verbindungsmöglichkeit: Bluetooth 2.1 EDR, WiFi (802.11 b/g/n)
- Anschlüsse: USB 2.0 (Slave), Micro SD Slot, (Mini-) HDMI-Ausgang, Soundausgang (Klinke), Mini-USB-Anschluss
- Betriebssystem: Android 2.1 (Update auf 2.2 seit 30.11.2010 verfügbar)
Eine komplette Liste der technischen Daten findet ihr auf der Herstellerseite von Archos (Direktlink).
Die ersten Schritte
Schnell noch ein paar Fotos für den Testbericht geknipst, danach aber gleich mal das Gerät angeschmissen und gespannt verfolgt was so passiert. Als erstes wird ein Startup Wizard ausgeführt, in dem man diverse Voreinstellungen tätigen soll:
1.) Spracheinstellung
2.) Rechts- und Sicherheitshinweise
3.) Datum/Uhrzeit, Zeitzone
4.) ggf. automatische Einstellung des Datums und der Uhrzeit
5.) Anwendungen (Apps) von Drittanbietern installieren (insgesamt 12 Apps)
6.) Vorführmodus einstellbar (für Demozwecke in Elektromärkten)
Das war es fast – abschließend wird noch der Menüpunkt “Lagesensor kalibrieren” angeboten, den man auf jeden Fall durchführen sollte. An dieser Stelle gleich ein wichtiger Tipp von mir – sobald die Oberfläche komplett geladen ist, unbedingt noch “Touchscreen kalibrieren” durchführen.
Leider gab es bei mir diesen Punkt nicht während des Startup Wizards, sodass ich mehrere Stunden rumgedaddelt und bereits ziemlich verärgert war, weil der Touchscreen nicht richtig reagiert und funktioniert hatte. Nach der Kalibrierung hat der Touchscreen einwandfrei reagiert.
Der Fehler liegt im Detail
Warum ich mir überhaupt das Archos 101 Internet Tablet gekauft habe? Ich bin davon ausgegangen, dass ich eine günstige Alternative zum Apple iPad gefunden habe, um in die Welt der Tablets einzusteigen. Das iPad habe ich bereits mehrfach in diversen Elektronikmärkten getestet. Die Verarbeitung und die Funktionen sind nahezu perfekt, diese Eigenschaften kenne ich bereits von meinem iPhone und meinem MacBookPro.
Doch ich habe mir lange die Frage gestellt – muss es wirklich sofort ein iPad sein, oder reicht nicht erst mal ein anderes Gerät. Aus diesem Grund habe ich mich nach Alternativen umgeschaut – hier kam das Archos 101 sehr gelegen. Für den Preis von 279 Euro einfach unschlagbar, allerdings habe ich mich nun doch anders entschieden.
An dieser Stelle möchte ich gerne mit den positiven Dingen anfangen, denn das Archos 101 ist defintiv nicht schlecht.
Irgendwo muss es Unterschiede geben, denn sonst könnte Archos das 101 nicht fast 200 Euro günstiger anbieten. Klar, Apple ist ein Name, für den bezahlt man auf jeden Fall mit, keine Frage, doch Archos hat eine interessante Alternative zusammengebaut.
Was ich am Archos 101 Internet Tablet mag
- Speichererweiterung durch Micro SD Karte oder per USB-Stick (ggf. sogar Festplatte)
- HD-Videos in 720p anschauen können
- ausklappbarer Standfuß
- Alle Freiheiten im Bezug auf das Android-Betriebssystem
- geringes Gewicht
Was ich am Archos 101 Internet Tablet nicht mag
- während der vier Tage hat das Gerät leider angefangen zu knarzen, soll heißen, sobald ich den Standfuß ausgeklappt hatte und am Tippen war, habe ich immer wieder das Gehäuse gehört
- am Sonntag musste ich feststellen, dass ich im unteren Bereich des Displays einen Pixelfehler hatte (kleiner weißer Fleck – zwar nur ca. 1-2mm groß, aber wenn man es erst einmal gesehen hat, dann sieht man es immer wieder). Besonders störend war es beim Video gucken.
- Das Display ansich ist leider nicht das Beste. Es kommt stark darauf an, welchen Blickwinkel man zum Display hat.
Fazit
Gerne hätte ich das Archos 101 Internet Tablet behalten, doch das Knarzen während des Tippens und der Pixelfehler waren doch sehr störend. Weiterhin gab es immer wieder Probleme mit dem Speicher, geöffnete Apps mussten von Hand geschlossen (gekillt) werden, damit das Gerät überhaupt wieder “Luft schnappen” konnte.
Kann gut sein, dass das Speicher-Handling mit dem Update auf Android 2.2 besser wurde, aber der entscheidene Punkt ist die mangelnde Qualität bei der Verarbeitung. Hier habe ich mir etwas mehr erwartet.
Abschließend möchte ich euch darauf hinweisen, dass dieses meine eigene, persönliche Meinung ist. Wenn ihr andere Erfahrungen mit dem Archos 101 Internet Tablet gemacht habt, könnt ihr diese gerne in den Kommentaren schreiben.


